Interview - Jean-Claude Juncker (Deutsch)
Mein Name ist Jean-Claude Juncker. Das ist ja für die meisten hier eine Überraschung.
Ich war Staatsminister, ich war Kommissionspräsident.
Und jetzt habe ich meine Ruhe.
Was ist Ihre vision der Banque Raiffeisen?
Die Banque Raiffeisen war und ist für mich eher ein Gefühl. Eine Stimmung. Das ist ein solides Stück Luxemburger Land.
Als ich älter wurde, habe ich mich in das Genossenschaftsbankmodell verliebt. Was ja nicht so häufig vorkommt im internationalen Bankwesen.
Das Raiffeisen-Modell ist natürlich stark verbreitet in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz und in Luxemburg.
Eine Bank, die von anderen Motiven getrieben wird, als das bei anderen Finanzinstituten der Fall ist.
Als christlich-sozial eingestelltem Menschen hat mich das immer ganz stark an die christliche Soziallehre erinnert. Denn da ist der Genossenschaftsgedanke ein entscheidender Faktor für das Zusammenleben in verschiedenen Bereichen und so auch in der Finanzwelt. Daher ist die Bank mir sehr sympathisch.
Können Sie Raiffeisen in ein paar Worten beschreiben?
Es ist eine Bank, die eigentlich zum Charakter der Luxemburger passt. Keine übermäßigen Risiken. Aber initiativ und kreatives Denken, wo es sein muß.
Es ist eine anständige Bank.
































